Grundlagen der Informationstechnologien

Sitzung 1 — Einführung, Grundbegriffe & Hardware

Wintersemester 2026/27

PH Weingarten

Übersicht

  • Organisatorisches: Ziele, Inhalte, E-Portfolio, KI
  • Input: Grundbegriffe der Informationsverarbeitung
  • Hardware: Was steckt in einem Computer?
  • Praxis: PC Anatomy & Ihr eigener PC auf dem Board
  • TandemLab: Die Zentraleinheit
  • Sitzungsreflexion

Mit wem haben Sie es zu tun? – Stefan Franke

2016Erste Staatsprüfung, Lehramt WHRS (Technik, Biologie & Informatik)
2017Akad. Mitarbeiter MD, MBM, ESIT4SIP
2018Referendariat an der GMS Waldburg-Vogt
seit 2019Lehrer an der GMS Leutkirch i. A.
seit 2020IT & Softwareentwicklung bei einem Unternehmen für Präzisionslandwirtschaft
seit WiSe 2023Informatik an der PH Weingarten (50 %) · GMS Leutkirch (50 %)
EU-ProjekteCritical Making, AI2Schools, …

Ziele der Lehrveranstaltung

Sie können Informations- und Kommunikationstechnologien effizient nutzen.

Rechner

Aufbau und Funktionsweise eines Computers

Information

Repräsentation und Verarbeitung von Informationen

Internet

Aufbau, Struktur und Dienste des Internets

Themenübersicht

Computer

  • Grundbegriffe der IT
  • Aufbau eines Rechners
  • Funktionsweise & Komponenten

Daten

  • Zahlensysteme und Codes
  • Dateien und Dateiformate

Software

  • Betriebssysteme
  • Anwendungssoftware
  • Künstliche Intelligenz

Netze

  • Rechnernetze
  • Das Internet
  • Cloud-Computing

Sicherheit

  • Datensicherheit
  • Datenschutz

Organisatorisches

Input & Flipped Classroom

Kurzer Input, dann Arbeitsphasen mit Material auf franke-lab.de

Board

Gemeinsame Pinnwand: board.franke-lab.de — ohne Anmeldung

TandemLab

Arbeit im Tandem: erst allein erarbeiten, dann gegenseitig erklären

E-Portfolio

Prüfungsform — begleitend zu jeder Sitzung in Mahara

Prüfungsform: E-Portfolio

Modul IT2 bzw. Modul EF Inf 1 — ein vorlesungsbegleitendes E-Portfolio:

  • Dokumentation, Präsentation und Reflexion des eigenen Lernprozesses
  • Eigene Arbeitsergebnisse, selbst recherchierte Materialien und Links
  • Ein selbst gewähltes Schwerpunktthema, ausführlich ausgearbeitet
  • Verbindungen zu anderen Veranstaltungen des Moduls

Umsetzung in Mahara · Mahara-Tutorials · e-teaching.org

E-Portfolio: Bewertungskriterien

Inhalt

  • Vollständigkeit der Darstellung
  • Schwierigkeit und Eigenleistung
  • Verschiedene Quellen
  • Relevanz der Materialien

Form

  • Saubere, übersichtliche Gestaltung
  • Angemessene Mediennutzung
  • Sprache, korrekte Fachbegriffe

Arbeitsprozess

  • Darstellung der Arbeitsprozesse
  • Offenheit, Neugierde, Engagement
  • Wertung des Lernprozesses
  • Qualität der Selbstreflexion

Hilfe pro Sitzung: das Reflexionstool — am Ende jeder Präsentation verlinkt.

Einsatz von KI

Grundsätzlich erwünscht — z. B. für

  • Abbildungen und Diagramme zur Veranschaulichung
  • Zusammenfassungen und Gliederungsvorschläge
  • Formulierungshilfen und Sprachunterstützung
  • Brainstorming und Ideenentwicklung

Wichtig

  • KI-Ausgaben kritisch prüfen, nicht ungeprüft übernehmen
  • Verwendete KI-Tools und Quellen angeben
  • Empfohlen: Academic Cloud mit PH-Account (Datenschutz)
  • KI-Richtlinie der PH Weingarten beachten

Ziel: KI als Werkzeug zur Erweiterung des eigenen Denkens — nicht als Ersatz dafür.

Kursmaterialien, Kontakt & Literatur

Materialien & Kontakt

Literatur

  • P. Bühler, P. Schlaich, D. Sinner (2018): Informationstechnik. Hardware – Software – Netzwerke. Springer Vieweg
  • H. Herold, B. Lurz, J. Wohlrab, M. Hopf (2017): Grundlagen der Informatik. 3., aktualisierte Auflage. Pearson

Input: Grundbegriffe der Informationsverarbeitung

Grundbegriffe

Grundbegriffe der Informationsverarbeitung

Daten – Nachrichten – Informationen

Ebenen Daten, Nachrichten, Informationen

Analoge und digitale Signale

Analogsignal und Digitalsignal

Analoge und digitale Darstellung

Analoge und digitale Darstellung

Das EVA-Prinzip

Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe

EVA-Prinzip im Detail

EVA-Prinzip im Detail

Aufbau eines Computersystems

Computersystem: Zentraleinheit und Peripherie

Der Von-Neumann-Rechner

Grundkomponenten eines Von-Neumann-Rechners

Software und Hardware

Nutzer:inAnwendersoftwareProgramme für konkrete AufgabenBrowserOfficeBildbearbeitungApps & SpieleSystemsoftwaresteuert und verwaltet die HardwareBetriebssystemTreiberFirmware / BIOSDienstprogrammeHardwaredie physischen BauteileProzessor (CPU)Arbeitsspeicher (RAM)SSDGrafikkartenutzt die Schicht darunter

Eigene Darstellung

Rechnerkategorien heute

Preis Leistungsfähigkeit Anzahl der Geräte ☁ Cloud / Rechenzentrum Eingebettete Systeme IoT: Auto, Waschmaschine, Smart Home Wearables Smartwatch, Fitnesstracker Smartphones & Tablets mobile Endgeräte Notebooks mobil arbeiten Desktop-PCs Büro, Schule, Gaming Workstations CAD, Videoschnitt, KI Server Web, Datenbanken, E-Mail Großrechner Mainframe – Banken, Versicherungen Superrechner (HPC) Klima, Forschung – z. B. JUPITER

Tendenz, keine feste Rangfolge: Ein Spitzen-Smartphone kann mehr kosten als ein einfaches Notebook. · Früher zusätzlich: Minirechner (ca. 1960–1990, z. B. DEC PDP, VAX). · Eigene Darstellung nach Herold et al. (2017), aktualisiert 2026.

Hardware & Komponenten

Beispielhafte Computerhardware

Bildquelle: pcwelt.de

Computerkomponenten

Bildquelle: freepik.com

Innenleben moderner Geräte

Ein Blick ins Innere – Smartphone, Laptop & Smartwatch

Smartphone von innen

Bildquelle: ifixit.com

Laptop von innen

Bildquelle: heise.de

Smartwatch von innen

Bildquelle: mactechnews.de

Aber wie funktioniert das Ganze? 🤔

Eine Frage, die uns in die technischen und konzeptionellen Grundlagen führt.

Einen PC in 3D zerlegen: PC Anatomy ca. 10 min

Aufgabe (allein oder zu zweit)

  1. Öffnen Sie pc-anatomy.com und zerlegen Sie den PC (Schieberegler oder „Auto“).
  2. Finden Sie: Prozessor (CPU), Arbeitsspeicher (RAM), Grafikkarte, SSD, Netzteil, Mainboard.
  3. Wählen Sie drei Bauteile und notieren Sie: Was macht dieses Bauteil?

Die Oberfläche ist auf Englisch; gezeigt wird aktuelle High-End-Hardware.

Ihr eigener PC — auf dem Board ca. 20 min

Aufgabe im Team (2–3 Personen) — eine Karte pro Team

  1. Einsatzzweck: Wofür ist Ihr PC? (Schule/Büro, Gaming, Videoschnitt, KI, Server …)
  2. Komponenten: CPU, Mainboard, RAM, Grafikkarte, SSD/HDD, Netzteil, Gehäuse, Kühlung – plus Peripherie
  3. Pro Komponente: Was ist das? Welche Funktion hat sie? Warum passt sie zum Einsatzzweck?
  4. Zuordnen: Zentraleinheit oder Peripherie? Eingabe, Verarbeitung oder Ausgabe?

Danach: einige Team-PCs im Plenum vorstellen.

TandemLab: Die Zentraleinheit

Erst allein erarbeiten — dann gegenseitig erklären

1Warteraum
Session beitreten (mit Passwort), Aufteilung in Gruppe A und B
→
2Arbeitsphase 15 min
Aufgabe allein bearbeiten – Material, Tipps und KI-Tool erlaubt
→
3Tandemphase 10 min
Automatische Tandems: A erklärt B, dann B erklärt A

Gruppe A

Der Prozessor (CPU): Steuerwerk, Rechenwerk, Register, Taktgeber

Gruppe B

Speicher & Busse: RAM, ROM, Daten-, Adress- und Steuerbus

Jetzt beitreten!

franke-lab.de/tandem-lab

SessionGdIT26_1 — Zentraleinheit
Passwortgdit

Die Zentraleinheit — Auswertung

TaktgeberProzessor (CPU)SteuerwerkRechenwerkRegisterInterner SpeicherArbeitsspeicher(RAM)Festwertspeicher(ROM / Flash)Ein-/Ausgabe(I/O)PeripherieDatenbusAdressbusSteuerbus

Sie starten ein Programm: Wie arbeiten CPU, Arbeitsspeicher und die drei Busse zusammen?

Vereinfachtes Modell: In heutigen PCs hängen RAM und Grafikkarte über eigene Verbindungen (DDR, PCIe) direkt an der CPU; der Festwertspeicher für UEFI/BIOS ist meist Flash-Speicher. · Eigene Darstellung

Fragen?


Sitzungsreflexion

franke-lab.de — Reflexionstool

Artefakte & Reflexion verfassen → HTML kopieren → in Mahara einfügen

QR-Code Reflexionstool

To Do's:

  • In Mahara eine Seite für diese Lehrveranstaltung anlegen (Übung 1)
  • Board-Karte „Für Mahara“ exportieren und einfügen
  • Reflexion zu Sitzung 1 verfassen